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Creditreform Wirtschaftsindikator

Publikation vom 28.02.2012

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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2010 Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator 2/2010

Creditreform Wirtschaftsindikator 2/2010

Analyse des 1. Quartals / Konjunkturausblick

Aufschwung macht Pause - Nachholeffekte und Exporte sind aber Treiber im 2 Quartal

Neuss, 10.05.2010


In der Grundtendenz ist der Aufschwung intakt. Die Mittelstandskonjunktur hat im 1. Quartal 2010 aber eine saisonbedingte Delle erfahren. Ursächlich dafür war der lange Winter, der viele Tätigkeiten für längere Zeit zum Erliegen brachte.

So notiert der Creditreform Wirtschaftsindikator mit +7,2 Punkten 0,8 Zähler schwächer als im Vorquartal (+8,0 Punkte). Im 2. Quartal dürfte sich die gesamtwirtschaftliche Erholung auf niedrigem Niveau fortsetzen. Zu großen Teilen wird diese aber aus dem anziehenden Export und den witterungsbedingten Nachholeffekten gespeist.

Quartal

2008 2009 2010
Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1
Geschäftsklima +18,6 +28,1 +21,5 +2,3 -14,5 -1,0 +0,9 +6,4 +6,0
Geschäftslage +12,5 +29,0 +23,6 +16,5 -18,5 -2,5 -0,9 +7,7 -4,5
Geschäftserwartungen +25,0 +27,2 +19,4 -10,9 -10,3 +0,5 +2,7 +5,2 +17,3
Zahlungsverhalten 12,90 14,39 13,73 13,87 13,41 14,47 13,02 12,37 13,10
Insolvenzrisiko 2,09 2,13 2,17 2,22 2,26 2,26 2,28 2,30 2,37
Bonität 259 259 260 260 261 261 261 262 262

Creditreform Wirtschaftsindikator - Geschäftsklima
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Creditreform Wirtschaftsindikator - Zahlungsverhalten
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Creditreform Wirtschaftsindikator - Insolvenzrisiko
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Creditreform Wirtschaftsindikator - durschnittlicher Bonitätsindex
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Unternehmen anfälliger für Insolvenzen - Ausblick: Aufschwung nimmt Fahrt auf

Die Geschäftserwartungen der mittelständischen Unternehmen sind überwiegend zuversichtlich. Die Zahl der optimistischen Betriebe überwiegt die Zahl der Pessimisten um 17,3 Prozentpunkte (Vorquartal: 5,2 Prozentpunkte). Das ist der höchste Stand seit 1 ½ Jahren. Schwach ausgeprägt ist allerdings noch die Investitionstätigkeit. Derzeit planen weniger Firmen ein Investitionsvorhaben als im langfristigen Durchschnitt.

Zudem sind die Ausläufer des Rezessionsjahres 2009 weiterhin spürbar. Die Insolvenzanfälligkeit der mittelständischen Unternehmen hat sich im 1. Quartal nochmals erhöht. Das signalisiert der Creditreform Risiko Indikator (CRI), das zentrale Insolvenzrisikomaß, der von 2,30 auf 2,37 steigt. Mittlerweile weisen pro 10.000 Unternehmen 237 Firmen ein Negativmerkmal aufweisen – etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag.

Der Zahlungsverzug beträgt durchschnittlich 13,10 Tage (Vorquartal: 12,37 Tage) und weist damit eine steigende Tendenz auf. Der durchschnittliche Bonitätsindex blieb unverändert bei 2,62. Gegenüber dem Stand von 2008 wurde die Kreditwürdigkeit aber drei Punkte heruntergestuft.

Quartal

 

01/08 02/08 03/08 04/08 01/09 02/09 03/09 04/09 01/10

Grundstoffe

13,0 14,2 12,1 9,5 4,7 10,5 10,7 10,9 11,2

Chemie

19,5 20,1 19,0 11,3 10,0 13,0 11,5 15,8 14,0

Metall/ Elektro

16,8 18,2 16,6 10,9 7,0 6,9 8,9 10,7 9,8

Konsumgüter

15,3 11,9 13,2 5,3 5,2 9,3 8,8 11,2 10,7

Bauwirtschaft

3,5 6,0 5,5 4,0 0,0 3,0 3,4 3,5 1,5

Großhandel

12,4 11,9 10,0 5,9 4,0 5,6 7,9 9,1 8,2

Einzelhandel

8,6 8,1 9,2 4,1 3,8 5,0 5,9 5,4 3,8

Verkehr/Logistik

3,8 4,1 0,0 -5,1 -7,5 -5,0 -5,1 -2,6 -4,6

UnternehmenDL

14,1 14,0 13,2 10,4 9,3 8,9 10,1 11,8 10,9

Personenbez.DL

7,5 6,9 7,6 7,4 4,9 6,4 6,7 7,8 8,5


Einzelhandel und Logistik mit schwachem Start in 2010

Noch ist der Aufschwung nicht in allen Branchen angekommen. Schwach ins Jahr gestartet sind Einzelhandel und Logistikwirtschaft. Nur zwei Wirtschaftsbereiche verzeichneten einen Anstieg des Branchenindikators: Die konsumnahen Dienstleistungen gehen gestärkt aus der Krise hervor und übertreffen mittlerweile die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Auch in der Grundstoffindustrie weist die Konjunkturkurve nach oben.


 

Zur Methodik

Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität aus der Wirtschaftsdatenbank von Creditreform und verknüpft diese mit empirischen Befunden aus regelmäßigen Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase. Die vier Einzelkomponenten Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit werden zu einem Index verdichtet.

Der vollständige Quartalsbericht kann unter "Downloads" kostenlos als pdf heruntergeladen werden. Die nächste Ausgabe erscheint Anfang August 2010.

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Creditreform Wirtschaftsindikator 2/2010
(PDF, 5150 KB)
Presseinformation "Creditreform Wirtschaftsindikator 2/2010"
(PDF, 153 KB)
 
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