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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2008 Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator für das 1. Quartal 2008

Creditreform Wirtschaftsindikator, 1. Quartal 2008

Aufschwung verliert an Kraft - Wachstum bleibt aber überdurchschnittlich

Neuss, 25.02.2008

Die Konjunkturkräfte in Deutschland sind im vierten Quartal 2007 schwächer geworden. Der Creditreform Wirtschaftsindikator musste gegenüber dem Herbststand 0,9 Zähler abgeben und notiert aktuell bei 11,7 Punkten. Zur Einschätzung der konjunkturellen Gesamtsituation berücksichtigt der Creditreform Wirtschaftsindikator zahlreiche Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität und verknüpft diese mit empirischen Wirtschaftsdaten aus den Creditreform Unternehmensbefragungen. Indikatorwerte über Null zeigen ein wirtschaftliches Wachstum an, negative Werte entsprechen einer Stagnations- bzw. Rezessionsphase.

Die vier Einzelkomponenten des Wirtschaftsindikators – Geschäftsklima, Zahlungsverhalten, Bonität und Insolvenzanfälligkeit – zeigten im vierten Quartal 2007 eine höchst unterschiedliche Entwicklung. Während die Unternehmen besser als in der Vergangenheit gegen die Gefahr einer Insolvenz gewappnet sind und ihre Rechnungen so zügig wie lange nicht mehr zahlen, kühlte sich das Geschäftsklima zum Jahresausklang 2007 ab. Die durchschnittliche Bonität der bewerteten Unternehmen blieb dagegen unverändert. Insgesamt wiegt allerdings die Eintrübung des aktuellen Geschäftsklimas so schwer, dass der Wirtschaftsindikator nachgibt.

Konjunkturmotor im Verarbeitenden Gewerbe brummt – Unternehmensdienstleister auf der Überholspur

Die Umsatzsituation der deutschen Unternehmen zeigte sich im Schlussquartal 2007 noch einmal leicht verbessert. 43 Prozent der befragten Betriebe konnten Umsatzzuwächse erzielen. Vor dem Hintergrund einer guten Auftragslage und ausgelasteter Kapazitäten stockten viele Unternehmen ihre Mitarbeiterzahl weiter auf. Damit haben die Betriebe ihren Personalbestand seit nunmehr gut zwei Jahren jedes Quartal erhöht.

Nach wie vor stellt sich die aktuelle Konjunkturlage im Verarbeitenden Gewerbe am besten dar. Die Metall- und Elektrobranche sowie die chemische Industrie glänzen mit hohen Branchenindikator-Werten. Die Unternehmensdienstleister haben sich im Vergleich der zehn bewerteten Wirtschaftsbereiche mittlerweile auf den dritten Rang vorgeschoben. Dieser Sektor zeigte zum Jahresausklang 2007 ein überdurchschnittliches Wachstum. Im Baugewerbe ist die Konjunkturentwicklung dagegen nahezu zum Erliegen gekommen. Der entsprechende Branchenindex rutscht auf den letzten Platz ab.

Wirtschaftswachstum sorgt für stabilere Unternehmen

Die Insolvenzanfälligkeit der deutschen Unternehmen ist im vierten Quartal 2007 weiter gesunken. Der Creditreform Risiko Indikator (CRI), der ein Maß für das Insolvenzrisiko ist, erreicht einen Wert von 2,11 − nach 2,12 im Vorquartal. Damit weisen von 10.000 Unternehmen 211 Betriebe ein so genanntes Negativmerkmal, etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag, auf.

Eine bereits überfällige Rechnung wurde von den Betrieben in den zurückliegenden Monaten nach durchschnittlich 12,87 Tagen beglichen. Binnen eines Jahres haben sich die Zahlungsverzögerungen um 0,9 Tage verringert.

Der vollständige Quartalsbericht kann im Jahresabonnement bei der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss Tel.: 0 21 31 / 109-174, per E-Mail presse@creditreform.de oder direkt hier bestellt werden. Die nächste Ausgabe erscheint Ende Mai 2008.

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